WM 2014: Brasilien – Holland Spiel um Platz 3 Prognose & Quoten

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Nun ist es fraglos wahr, dass das sogenannte kleine Finale bei einer Weltmeisterschaft einen geradezu verzichtbaren sportlichen Wert besitzt: Dennoch zeigen zahllose Beispiele, dass man auch aus diesem Spiel der beiden Halbfinal-Verlierer noch immer einiges machen kann – insbesondere die in der Vorschlussrunde ausgeschlossenen Turnier-Gastgeber haben mit einem abschließenden Sieg schon mehrfach ihren Frieden wiedergefunden. So konnten sich die Italiener bei der Heim-WM im Jahre 1990 neben „Bronze“ ebenso über den in jener Partie herausgeschossenen goldenen Schuh von „6-Tore-Mann“ Salvatore Schillaci freuen; auch beim deutschen Sommermärchen wurde das Match um den dritten Rang zum stimmungsmäßigen Finale gemacht. Ein derartiges Fußballfest der trotzig zur Schau gestellten guten Laune dürfte nun am Samstag in Brasilia aber vermutlich nicht zu erwarten sein.

Unser Tipp: Brasilien gewinnt gegen Holland
Beste Wett-Quote: 2,35
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Der Selecao droht ein Schrecken ohne Ende

Es mutet beinahe schon wie das waghalsige Experiment eines durchgeknallten Professors an, die am vergangenen Dienstag vernichtend geschlagene Selecao nun noch einmal in die Manege zurückzuführen: Schließlich ist es völlig offen, wie die zwischen sehr viel Enttäuschung und ein bisschen Mitleid hin- und hergerissenen Anhänger auf die Rückkehr ihrer aus dem Fußball-Olymp vertriebenen Nationalelf reagieren werden. War bereits bei der demütigenden 1:7-Klatsche die zweite Halbzeit zu einem schier nicht enden wollenden Spießrutenlaufen für die Mannschaft von Felipe Scolari geworden, dürfte das maßlose Entsetzen über den desaströsen Auftritt in der kurzen Zwischenzeit kaum gewichen sein: Immerhin zeigt schon allein die noch immer äußerst präsente Niederlage gegen Uruguay aus dem Jahre 1950, wie nachtragend man in Brasilien auf bittere Erlebnisse reagiert.

 

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zu Tipico
zu Bet365
zu Interwetten zu Bet-at-Home zu Bet3000
Brasilien gewinnt
2,10 2,15 2,35 2,10 2,20
Unentschieden 3,80 3,80 3,50 3,65 3,80
Holland gewinnt
3,30 3,40 2,90 3,20 3,30

 

Um seine mit Pauken und Trompeten untergegangenen Schützlinge nun vor dem allgemeinen Volkszorn zu bewahren, müsste Scolari nun in der Hauptstadt eigentlich eine komplett umgekrempelte Startelf auf den Rasen schicken – und nachdem das furchtbare Debakel vor allem auch zu einer ganz persönlichen Niederlage des Weltmeister-Trainers wurde, wird er nun vermutlich wirklich mit zahlreichen personellen Änderungen auf den eingetretenen Totalschaden reagieren. Als echte Verstärkung können die Brasilianer aber immerhin auf den nach abgesessener Gelbsperre zurückkehrenden Thiago Silva bauen: Wurde der Kapitän und Abwehrchef am vergangenen Dienstag sogar noch etwas schmerzlicher als der omnipräsente Neymar vermisst, dürfte es nun auch vor allem in dessen Verantwortung liegen, die mit Füßen getretene Ehre der Selecao zumindest ein kleines bisschen wiederherzustellen.

 

Die Elftal pfeift aus dem letzten Loch

Bei dem holländischen Gegner hat die ungleich unglücklichere Halbfinal-Niederlage dagegen natürlich sehr viel weniger psychische Spuren hinterlassen – im abschließenden Vergleich mit der mutmaßlich emotionalsten Mannschaft der WM-Geschichte wird der Vize-Weltmeister nichtsdestotrotz noch immer kräftig damit hadern, dass man das so glorreich begonnene Turnier nun mit einem nichtssagenden Duell um die goldene Ananas zu Ende bringen muss. Immerhin schien den Oranjes nach dem starken 5:1-Auftaktsieg gegen Spanien die Tür zum Himmel ganz weit offen zu stehen – umso unverständlicher ist es dann aus der Außenperspektive, wie mutlos sich die Elf von Louis van Gaal nach der makellos bestrittenen Vorrunde durchzuwurschteln versuchte.

Ein später Glückssieg gegen Mexiko, ein anschließender Erfolg im Elfmeterschießen über Costa Rica: Was man gut und gerne für ziemlich unsouverän halten darf, schien ein elementarer Bestandteil der holländischen Marschroute zum Titel gewesen zu sein. Dass sich das zu so großartigen Leistungen fähige Team voll und ganz auf seinen Schlussspurt sowie das goldene Händchen des Trainers verließ, dürfte zu den größten sportlichen Enttäuschungen der gesamten K.-o.-Runde zu zählen sein. Angesichts des langen Turniers werden nun jedoch vermutlich schon allein die restlos geleerten Akkus verhindern, dass die Mannschaft nun noch einmal auf etwas druckvollere Weise ihr Glück versucht: Dass seit dem nerven- und kräftezehrenden Halbfinale weniger als 72 Stunden vergangen sind, sollte es den Gastgebern nun zumindest nicht unmöglich machen, mit einem abschließenden Sieg ihren guten Willen zu demonstrieren.

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