Brasiliens Prostituierte werden WM-tauglich gemacht

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Knappe eineinhalb Jahre sind es noch bis zum Beginn der WM 2014 in Brasilien und schön langsam stellt sich das südamerikanische Land auf das Großereignis ein. Schließlich muss Brasilien auf allen Ebenen in Bestform gebracht werden und daher zieht der Veranstalter vor dem Confederations-Cup alle Register: so lernen Brasiliens Prostituierte in der Millionenstadt Belo Horizont speziell für die Weltmeisterschaft Englisch.

Gastfreundlichkeit kennt keine Grenzen

Dem großen Ansturm ausländischer WM-Touristen soll so, im wahrsten Sinne des Wortes, standgehalten werden. „Sie werden nicht nur alltägliche Begriffe lernen, sondern auch technisches Vokabular zu sexuellen Beziehungen. Die Mädchen sollen mit ihren Kunden über ihre Wünsche sprechen können und lernen, was sie anmacht“, so Cida Vieira, Vorsitzende des Prostituierten-Verbandes des Bundesstaates Minas Gerais, in dem Belo Horizonte liegt.

Die Sprachkurse dauern dabei sechs bis acht Monate, werden von Freiwilligen geleitet und sind gratis. Derzeit sind rund 20 Prostituierte eingeschrieben und es gibt weitere 300 Anfragen. Die Resonanz ist laut Aussagen Vieiras gewaltig und daher rechnet der Verband mit zahlreichen weiteren Interessierten, leben doch rund 80.000 Prostituierte in der Host City am Atlantik.

Unerlässlich für „die Würde der Arbeit“

Doch neben der lustigen Seite, geht es natürlich auch beim Fremdsprachen-Angebot ums Business: „Es ist entscheidend für die Würde der Arbeit. Die Frauen müssen in der Lage sein, faire Preise zu verhandeln und sich zu verteidigen.“ Daher werden auch kostenlose Kurse in Italienisch, Spanisch und Französisch angeboten, auch wenn letzteren kaum noch jemand bräuchte.

Für welche schönste Nebensache der Welt sich die Fußball-Fans nun entscheiden, ist ihre Sache. Der Kommunikation vor dem Verkehr scheint jedenfalls nichts mehr im Wege zu stehen.

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