Holtby begräbt seinen WM-Traum – auch andere Stars bleiben zu Haus

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Als wir vor wenigen Tagen von den großen Sorgenindern rund um die DFB-Auswahl berichteten, war Lewis Holtby schon gar nicht mehr auf unserem Radar gewesen; obwohl der 23-Jährige nach wie vor zu den Hoffnungsträgern des deutschen Fußballs zu zählen ist, scheint die noch junge Karriere des einstigen „Schalker Jung“ seit dem Wechsel auf die Insel gehörig ins Stocken geraten zu sein. Wenngleich Jogi Löw momentan jeden halbwegs fitten Spieler ausgesprochen gut gebrauchen kann, gibt sich Holtby bezüglich des Turniers in Brasilien keinerlei Illusionen mehr hin: Gegenüber dem Fachmagazin „Kicker“ teilte der derzeit beim FC Fulham „Untergekommene“ mit, dass für ihn in den Planungen des Bundestrainers nur eine Nebenrolle vorgesehen ist.

Karriere in der Warteschleife

Deutsche-Nationalmannschaft

Holtby wird die WM als Zuschauer erleben (c) wikimedia.org/xtranews.de

Realistischerweise müsse er mittlerweile davon ausgehen, dass sich im WM-Kader kein Platz für ihn finden wird, ließ der 24-fache U21-Nationalspieler in einer Interviewstrecke wissen. Nachdem der gebürtige Erkelenzer das letzte seiner insgesamt drei absolvierten Länderspiele schon im November 2012 gegen die niederländische Elftal bestritt, ist das Zeitfenster inzwischen zu knapp bemessen, um sich doch noch auf den Zettel des Bundestrainers spielen zu können. Für eine erfolgreiche Karriere in der Nationalelf hat sich längst der Wechsel in die Premiere League als pures Gift erwiesen: Seit Holty im Januar 2013 zu den Tottenham Hotspurs wechselte, war er an der White Hart Lane über Kurzeinsätze zumeist nicht hinausgekommen.

Mit einem leihweisen Engagement beim abstiegsbedrohten FC Fulham zog Holtby in der letzten Transferperiode die Konsequenzen daraus, dass ihm der Sprung in Stammelf der Spurs im ersten Anlauf nicht gelungen war; nun soll ihm der Überlebenskampf mit den Cottagers die in der Premier League unabdingbare Robustheit verleihen, um in der kommenden Saison möglichst erneut bei seinem größeren Londoner Stamm-Klub angreifen zu können. Auch bei den Spurs scheint der Mittfeldspieler derzeit jedoch in der Wartschleife zu hängen; noch ist es deshalb in der Schwebe, wie die Karriere von Holtby weitergeht: „Mein Vertrag bei Tottenham geht noch bis 2017. Stand jetzt kehre ich zurück und würde mich freuen, wenn ich dann dort spielen könnte. Aber es ist ein langer Sommer, und man weiß nie, was passiert.“

Auch Totti und Toni bleiben Brasilien fern

Wenngleich das vermutliche WM-Aus für den England-Legionär natürlich bitter ist, kann sich Lewis Holtby immerhin in guter Gesellschaft wähnen: Wenige Wochen vor dem Turnier-Start hört man aktuell schließlich auch in zahlreichen anderen Ländern sehnsuchtsvoll gehegte WM-Träume zerplatzen. So hat vor einigen Tagen etwa der italienische Nationaltrainer Cesare Prandelli ein paar altgedienten Spielern der Squadra Azzurra reinen Wein eingeschenkt – neben dem 37-jährigen Altstar Totti, soll auch der früher in München tätige Luca Toni die Weltmeisterschaft vor dem Fernseher verbringen: „Ich habe allerhöchsten Respekt vor ihnen, aber sie werden nur im Notfall berufen werden“, teilte Prandelli den beiden Stützen der Weltmeister-Mannschaft von vor acht Jahren mit.

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